My Magento Certified Developer Exam

Ich bin jetzt im Besitz einer Kreditkarte. Und hernun bin ich im Besitz eines Web-Bämbels, das mich als Magento Certified Developer auszeichnet. Auf das erste kann ich ab heute wieder verzichten, letzteres will ich behalten.

Eigentlich wollte ich damals in Berlin dabei sein, beim Vortesten des Tests. Ich mag Pioniergefühle. Das klappt aber nicht. Und so musste ich mir tatsächlich eine Kreditkarte zulegen (man hat so seine Prinzipien, Keine-Kreditkarte-Besitzen ist eines von meinen), habe den „Voucher“ gekauft und hernach alle Testcenter in Köln nach den schönsten Testräumen durchsucht. Ich hätte gerne einen hellen, luftigen Einzelplatz, hab ich ergoogelt.

Hernach habe ich alles wunderbar geplant, mir eine komplette Woche frei genommen, um in dieser mal so ganz klassisch zu lernen und vor allem in die Bereiche reinzuprogrammieren, die ich noch nicht so wirklich kenne.

Der Plan ging nicht auf. Mir kamen 39 Grad Fieber dazwischen, die einfach nicht weg gehen wollten. Meine Lernwoche wurde zur Bettwoche. Also habe ich die „Fundamentals of Developement“ geordert und die Zeit mit Ben Marks verbracht.

Der Haken am Kranksein und Lernen: es klappt nicht. Man hat ein Wattehirn und die Aufnahmefähigkeit eines Pflastersteines. Und so lag ich da und lauschte Ben und habe mir mehr Gedanken über die Auswahl seiner Hemden gemacht und versucht zu zählen, wie oft er Hals und Hände knackt (ich hab die Summe vergessen noch während ich sie gezählt habe), als dass ich ihm intellektuell hätte folgen können. Im Laufe der Woche habe ich mir jedoch einen Spaß daraus gemacht, zu versuchen, immer vor ihm zu sagen, was er jetzt sagen oder aufschreiben will. Hat mein Englisch auch enorm verbessert. „I-äi-wi“ und „Mai-siikwäl-for“. Und manchmal habe ich es bis zum Synchronsprechen geschafft. Das hatte auf jeden Fall einen Lerneffekt.

Am Testtag selbst war ich halbwegs gesundet. Auf dem Weg zum Testcenter scherzte mein Navi mit mir rum, indem es mich ins Nirvana schickte und ich latent hektisch wurde, weil die Zeit mehr voran schritt, als ich.

Ich kam also an, mit einem satten Husten und einem nicht minder satten Bedarf an Taschentüchern. Mein Arsenal an Papiertaschentüchern und Hustenbonbons dufte ich jedoch nicht mit in den Testraum nehmen, bekam aber netterweise ein lupenreines Arsenal an gleichen Dingen von einer sehr netten Inempfangnehmdame.

Diese führte mich auch in den Prüfungsraum – und ein weiterer Plan ging nicht auf. Der anvisierte helle, luftige Einzelplatz war ein Auto-Parkt-In-Sonne-Klima-Raum, kleiner als meine Küche mit vier zusammengestellten Tischen. Auf diesen standen leuchtende Spock-Gucklöcher von der USS Enterprise (NCC-1701) mit toastergroßen Mäusen.

Meine Jetzt-Gehts-Los Motivation musste sich noch in Geduld üben, da man sinnigerweise noch durch ein So-Funktionierts-Intro gelotst wurde. Nachdem mein Toaster und ich mit den Bedienelementen vertraut waren, begann die Uhr zu laufen und die erste Frage erschien auf dem Monitor. Und entlockte mir mein erstes: Oh. Ich wusste sie nicht und krümelte mich erschrocken in meine Taschentücher. Die erste Frage war auch nicht nett meiner angenommenen Chronologie enttsprechend aus dem Bereich „Basics“, sondern begann mit „Datenbank“. Erstaunlicherweise der Bereich, in dem ich mit am besten abgeschnitten habe. Mein Sicherer-Fühl-Bereich „Checkout“ war dann der, in dem ich am wenigsten Punkte erzielte. Da muss ich wohl nochmal ran.

Die Fragen waren wirklich gut. Ich zolle hier den Fragenausdenkern echt Respekt. Ich hätte nicht vermutet, dass man einen MultipleChoice-Test so schwierig gestalten kann. Teilweise waren es richtige Suchbilder, in denen man aus mehreren XML-Haufen den richtigen herausfinden musste und völlig verunsichert auf die gleich anmutenden Buchstaben starrte. Die Fragen, auf die es mehrere Antworten gab, haben mich auch überaus beeindruckt. Denn mit einem Haha-Das-Weiß-Ich-Gesicht klickte ich mit meinem Toaster zwei Antworten an und starrte entsetzt auf den Rest der Möglichkeiten, unter denen es noch eine dritte geben musste.

Mein Fazit des Tests: ich hätte nicht gedacht, dass man mit MultipleChoice Wissen so gut abfragen kann. Es wird einem wirklich nichts geschenkt und zwischendurch hatte ich dieses den-Wald-vor-Lauter-Bäumen-nicht-mehr-sehen-Gefühl. Man darf Fragen zurückstellen, ich habe das allerdings nach ein paar zurückgestellten Fragen sein gelassen und das Scheiß-Drauf-Prinzip walten lassen, weil es eine Uhr gibt, die die Zeit rückwärts zählt. Die Zeit ist mit 90 Minuten nicht großzügig bemessen (und ich bin absolut kein zögerlicher Antworter) und der Hinweis am Anfang, dass man versuchen soll, so viel wie möglich zu beantworten, wurde in Anbetracht der voranschreitenden Zeit eine ernstzunehmende Empfehlung. Ich habe es in 80 Minuten geschafft, von denen 2 Minuten 37 ein anderer Prüfling an Aufmerksamkeit bekam, der in dieser Zeit verzweifelt versuchte, ein Fenster zu öffnen (und die Nettozeit, wenn ich das Öffnen dieser kleinen Bonbons und Taschentücher abziehe, würde mich auch interessieren). Das Englisch ist absolut zu verstehen, nur bei einer Frage hatte ich ein Wie-Jetzt-Fragezeichen, was aber möglicherweise nicht am Englisch lag.

Mein Tipp: Zeit Ben Marks verbringen (und bitte zählen, wie oft er „crackt“ und mir das schreiben). Man lernt wirklich was dazu und sein Englisch ist absolut zuhörgeeignet. Und angstfrei antworten. Und niemals davon ausgehen, dass man, nur weil man grade ein Shipping-Modul geschrieben hat, die Fragen dazu locker beantworten kann.

Ich nun hab ich ein Developeuse-Bämbel. Und ich finde, ich kann nun zum Developer Paradise fliegen. Die Flugzeiten sind allerdings heftig – oder plane ich nur schlecht? Kommt noch jemand zu dieser unchristlichen Uhrzeit um 06.30 an? (Fragen am Schluss eines Artikels erinnern mich daran, dass ich die Antwort-Möglichkeit dafür irgendwie wieder einfügen sollte… und wenn es nur MultipleChoice ist…)

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Carmen Bremen
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